Individuelle Therapie - und Trainingskonzepte

Nach einem eingehenden Erstgespräch (Anamnese) und anschließender Diagnostik, erstelle ich individuelle Therapie-und Trainingskonzepte, die ganzheitlich an den Hund und den Hundehalter angepasst sind.

Keine Einzelstunden & Gruppentraining

Ich möchte ziel-und ergebnisorientiert mit dem jeweiligen Hund-Mensch-Team arbeiten, und biete daher statt Einzelterminen und Gruppenstunden, ausschließlich ganzheitliche Intensivprogramme an.

Dauer: mind. 4 Monate  bis zu 10 Monate.

 

Wenn Angst zum Problem für Deinen Hund wird
und zu Dauerstress führt

 

Die Emotion Angst ist der stammesgeschichtlich ursprünglichste psychologische Verteidigungsmechanismus aller Säugetiere. 

 

Dieses Überlebensprogramm hat sich als System entwickelt, das Gefahren identifizieren und passende Verhaltensreaktionen erzeugen kann, um die Wahrscheinlichkeit des Überlebens eines Tieres zu erhöhen.

 

Angst ist daher ein funktionales Verhaltenssystem, weil sie das Verhalten unserer Hunde kontinuierlich an die Herausforderungen der Umwelt anzupassen. Angst ist unseren Hunde angeboren.

 

Natürliche, angeborene Angst ist also gut und wichtig für unsere Hunde. 

 

«Also, da muss der Angsthase wohl einfach mal durch, wie?»
«Dann ist also doch alles ganz normal?»
«Die Ängste lösen sich irgendwann von selbst, oder?»

 

Das kommt im Wesentlichen darauf an, wie Dein Hund die angstauslösenden Reize und deren Intensität für sich bewertet und ob er sie bewältigen kann. 

 

Angst wird aus sehr vielen verschiedenen Quellen gespeist:

wie gut und ob Dein Hund in der Lage ist, Herausforderungen in angstauslösenden Situationen für sich zu bewältigen und Konflikte lösen kann, hängt weitestgehend von seinem genetischen Rahmen (Rasse, Alter, Gesundheit...), seiner Persönlichkeit und individuellen Lernerfahrungen ab.

 

Hat er große Schwierigkeiten damit und findet auf lange Sicht selbstständig keine Bewältigungsstrategien, um mit diesen Reizen anders umzugehen, als durch selbstgefährdendes Verhalten oder die Gefährdung seiner Umwelt, führt dieser Zustand bei ihm mit sehr großer Wahrscheinlichkeit zu chronischem Stress. 

 

Chronischer Stress führt wiederum zu körperlichen Erkrankungen, macht psychisch krank und verschlechtert die Lebensqualität unserer Hunde immens, weshalb die Bearbeitung von Ängsten eine so wichtige tierschützerische Notwendigkeit darstellt.

 

Und nein, gerade erlernte Ängste lösen sich nicht immer einfach so von alleine auf:

werden Angstzustände nicht erkannt und / oder nicht umgehend bearbeitet, ist die Wahrscheinlichkeit weitaus größer, daß sich die Liste der angstauslösenden Reize durch kontinuierliche Lernprozesse enorm erweitert. 

So kann Angst schnell weite Kreise ziehen. 

 

Um diesen Prozess zu unterbrechen, sowie chronischen Stress und Krankheiten vorzubeugen, sollte rechtzeitig mit einer Verhaltenstherapie begonnen werden, um langfristig an einer Verhaltensänderung und damit einer Verbesserung seiner Lebensqualität zu arbeiten. 

 

Hast Du bei Deinem Hund ängstliches und /oder panisches Verhalten festgestellt? 

Zeigt er in letzter Zeit zunehmend: 

  •  starkes Meideverhalten (extremes distanzvergrößerndes Verhalten, wie z.B. weglaufen, flüchten, verstecken)?

  •  weniger Neugier und Erkundungsverhalten bei gemeinsamen Aktivitäten?

  •  ungewöhnlich häufig Übersprungverhalten?

  •  defensiv-aggressives Verhalten?

  •  Lethargie, Schläfrigkeit?

  •  Hyperaktives Verhalten?

  •  zieht sich Dein Hund plötzlich immer mehr in sich zurück, d.h. entzieht sich Situationen, Kontakten oder auch Körperkontakt? 

 

Das Behandlungskonzept und unsere Zusammenarbeit sieht folgende verhaltenstherapeutische Schritte vor:

  • zuerst finden wir heraus, ob Dein Hund unter einer Angststörung leidet, ob er Furcht empfindet, generell ein sehr vorsichtiger Hund ist oder situativ unsicher reagiert.

 

  • Wir ermitteln alle relevanten Auslöser und erfassen die Ursachen der Angst-, bzw. der Stressreaktionen, sowie den Gesundheitszustand Deines Hundes. Eine umfassende tierärztliche Untersuchung ist deshalb verpflichtend, um mit dem Therapie-und Trainingsprogramm zu starten. 

 

  • Du lernst die Körpersprache und Verhaltensreaktionen Deines Hundes zu verstehen, damit Du schwierige Situationen und Konflikte schon frühzeitig erkennen und Stressfaktoren für Deinen Hund managen und reduzieren kannst.

 

  • Du wirst von mir angeleitet, wichtige Sofortmaßnahmen zu Deiner Sicherheit und selbstverständlich die Deines Hundes konsequent umzusetzen.

 

  • Stressmanagement: die Fähigkeit zu mentaler und körperlicher Entspannung und Regulation, Selbstsicherheit und das Bewusstsein seiner Selbstwirksamkeit, werden in der Therapie aufgebaut, gefördert und stabilisiert. 

 

  • Verhaltensmodifikation: Dein Hund erlernt neue, alternative Verhaltensstrategien, um vormals negativ belastete Situationen und angstauslösende Reize neu, das heißt, neutral und im besten Fall positiv, für sich bewerten und sie angemessen bewältigen zu können.

 

Aggression

 

Wie Angst, ist auch Aggression eine angeborene Emotion und ein Vielzweckverhalten unserer Hunde:

sie dient dem Selbstschutz, also einer Bedrohung entweder zu entkommen, sie zu vermeiden oder sie zu beenden, sowie Beute zu machen und Ressourcen zu bewahren.

 

Nahezu jede Tierart hat evolutionär verschiedene Verhaltensstrategien entwickelt, um bedrohliche Situationen zu bewältigen und Sicherheit wiederherzustellen.

Aggression ist eine davon und ist biologisches Normverhalten, sofern keine psychische Erkrankung oder eine familiäre Prädisposition vorliegt.

 

Das Aggressionsverhalten, das unsere Hunde zeigen, ist also per se nicht unnormal, "schlecht" und schon gar nicht "asozial".

Dennoch ist diese Thematik für viele von uns nur schwer verständlich und zugänglich, was auch davon abhängt, wie wir selbst im Alltag mit Aggression umgehen und persönlich dazu eingestellt sind. 

 

Probleme entstehen, wenn aggressives Verhalten dysfunktional und unangemessen ist:

der Hund gefährdet damit seine eigene Sicherheit und Gesundheit. 

Wenn dann auch der Hundehalter die Aggressionsproblematik an sich nicht versteht und generell nicht mit Aggression umgehen kann, “verstärkt” es das Problemverhalten erheblich, und das buchstäblich im Sinne der klassischen Konditionierung. 

 

Gefährlich wird es für die Menschen und die Umwelt des Hundes, wenn er sein Verhalten nicht mehr auf ein angemessenes, nicht beschädigendes Niveau regulieren kann.

 

Immer wieder werden die Ursachen von Wut und aggressiven Verhaltens grob fehlinterpretiert, nicht verstanden und leider auch bagatellisiert:

 

«Der hat den anderen Hund nur attackiert, weil er den nicht leiden kann...»

 

                                        «Der schnappt nach anderen Menschen und Hunden, weil er eifersüchtig ist / mich beschützen will...»

 

     «Der macht das aus Protest und weil er hier das Sagen haben will. Die Rangordnung ist nicht geklärt ...»

 

                                                               «Der will sich nur vor den anderen Hunden profilieren, weil er so ein dominanter Hund ist...»

 

Oft ist es, durch fehlende Sachkenntnis, eine stark vereinfachte und menschliche Sicht, sowie die eigene persönliche Wahrnehmung und Überzeugung, die auf den Hund übertragen, bzw. ihm zugeschrieben werden. 

 

Das, was zunächst einmal nicht offensichtlich scheint, ist, daß Hunde, deren Verhaltensantwort häufig und gesteigert aggressiv ausfällt, sich in ihrem Alltag entsprechend oft in ihrer Sicherheit bedroht fühlen. Ihre Lebensqualität verschlechtert sich zusehends. Damit verbunden ist vor allem chronischer Stress.

 

Unter dem Aspekt ist die Zielsetzung des Therapie- und Trainingsprogramms zunächst die Faktoren auszumachen, die bei Deinem Hund aggressives Verhalten verursachen, es ermöglichen und es bisher aufrechterhalten haben.

 

Im weiteren Verlauf wird Dein Hund neue Verhaltensstrategien (Alternativverhalten) kennenlernen, um in Zukunft angemessen und für ihn zielführend auf auslösende Reize mit erwünschtem Verhalten antworten zu können. 

 

  • Wir ermitteln alle relevanten Auslöser, erfassen die Motivation und Ursachen des Aggressionsverhaltens, sowie den Gesundheitszustand Deines Hundes. Eine umfassende tierärztliche Untersuchung Deines Hundes ist deshalb verpflichtend, um mit dem Therapie-und Trainingsprogramm zu starten. 

 

  • Du lernst die Körpersprache Deines Hundes, insbesondere die Frühwarnzeichen aggressiven Verhaltens richtig zu erkennen und zu verstehen, damit Du schwierige Situationen schon frühzeitig erkennen und präventiv verantwortungsvoll für Deinen Hund handeln kannst. 

 

  • Du wirst von mir angeleitet, wichtige Sofortmaßnahmen,  zu Deiner Sicherheit und selbstverständlich die Deines Hundes, konsequent umzusetzen.

 

  • Stressmanagement: mentale und körperliche Entspannung, eine solide Erwartungssicherheit Deines Hundes werden in der Therapie aufgebaut und weiter stabilisiert. Auch Faktoren, die Frustration und Stressverhalten begünstigen, werden individuell bearbeitet und reduziert. Insbesondere Faktoren, wie soziale Konflikte / sozialer Stress (mit Sozialpartnern, Bezugspersonen, anderen Tieren, zu denen Dein Hund häufige Kontakte pflegt) müssen für ihn effektiv gelöst werden, damit chronischer Stress nicht weiter begünstigt wird. 

 

  • Anschließend beginnen wir mit dem Training der Verhaltensmodifikation: Dein Hund lernt neue, alternative Lösungsstrategien, um vormals negativ belastete Situationen und Auslöser neu, im besten Fall neutral oder sogar positiv für sich zu bewerten und angemessen mit erwünschtem, wie auch für ihn zweckorientierten Verhalten auf sie reagieren zu können.

Coaching für

Hundehalter / innen

und die, die es werden wollen 

 Online-Termine / Video calls (ZOOM)

                         Hier stehst Du im Mittelpunkt! 

 

Deine Fragen, rund um den Hund, werden wir in einem Video Call von bis zu 60 Minuten beantworten und gemeinsam besprechen.  Das Gesprächsthema bestimmst Du!

 

Themenbeispiele:

 

Du möchtest Deinen Hund besser lesen können und mehr über die hündische Kommunikationsarten erfahren?

Wir machen einen Lehrgang und schauen mit Hilfe von Anschauungsmaterial, wie Videos, Bildern und Zeichnungen, genauer hin.

 

Du hast Verhaltensweisen bei Deinem Hund beobachtet, die Du nicht einschätzen kannst und Du weißt nicht, wie Du darauf reagieren sollst? 

Ich helfe Dir bei der „Übersetzung“ und den richtigen Umgang. 

 

Du möchtest ein besserer Bodyguard für Deinen ängstlichen und sensiblen Hund werden, wenn Ihr draußen unterwegs seid? 

Du möchtest Begegnungen und Konflikte mit fremden Hunden und / oder anderen Hundehaltern souverän und sicher meistern? 

Wir werden gemeinsam im pep talk erfolgreiche Strategien und ein souveränes Mindset für Dich entwickeln! 

 

Du weißt, Du möchtest unbedingt einen Hund in Deinem Leben! 

Du bist Dir nur noch nicht so recht im Klaren darüber, welche Rasse es denn sein soll. Ob aus dem Tierheim, Tierschutz oder vom Züchter? Ein Welpe oder vielleicht doch schon ein betagter Hund? Welche Hunde-Persönlichkeiten passt am besten zu Dir und Deinem Leben? 

Ich berate Dich gerne bei der sinnvollen Wahl Deines neuen Hundes! 

 

Das Beratungsgespräch kostet 65€ und kann bis zu einer Stunde dauern.

Der Online-Termin kann jederzeit mit mindestens einer Woche Vorlauf gebucht werden.

 

Bitte schreibe mir zur Anmeldung und Terminvereinbarung einfach eine kurze Mail oder Messenger-Nachricht und verrate mir schon einmal das Thema, um das es im Gespräch gehen soll. 

 

Sobald Du mir bis spätestens 24 Stunden vor unserem Termin einen Überweisungs-/Transaktionsbeleg der Zahlung per Email oder Messenger (WhatsApp oder Signal) schickst, können wir loslegen! 

Bezahlt werden kann per Banküberweisung oder Paypal. 

 
 

Trennungsstress

 

Kennst Du das? ...

Sobald Dein Hund alleine Zuhause bleiben soll, reagiert er mit einer Vielzahl von Stress-Symptomen und Verhaltensreaktionen auf die Trennung von Dir, die nicht nur sein Wohlbefinden stark beeinträchtigen - es entsteht daraus auch ein großer Leidensdruck für Dich:

die Nachbarn beschweren sich schon über das non-stop Bellen und Weinen Deines Hundes...?

 

Dein Sozialleben ist zum jetzigen Zeitpunkt inexistent? 

Du merkst Deinem Hund deutlich an, daß es ihm in der Situation überhaupt nicht gut geht. Du kannst nicht mal zufällig mit dem Hausschlüssel klimpern oder in Richtung Haustür gehen, ohne daß Dein Hund schon nervös wird und sichtlich gestresst wirkt?

 

Daß uns unsere Hunde gerne überall hin folgen, sich dem Menschen also in der Bewegung anschließen, ist ein Verhalten, das wir uns von ihnen gemeinhin wünschen und auch in vielen Situationen selbstverständlich einfordern. 

 

Genauso selbstverständlich erwarten wir dann von unserem Hund, daß er auch alleine im Haus oder in der Wohnung keine Probleme macht, wenn wir unserer Arbeit, Beschäftigungen und Erledigungen außer Haus nachgehen möchten. 

 

Trennungsverhalten gehört zum normalen Verhaltensrepertoire eines jeden Säugetiers.

Die meisten (gesunden) Hunde zeigen ein Trennungsverhalten, wenn sie von der Bezugsperson getrennt werden. Denn die Bindung, die zwischen Hund und Mensch entstehen kann, ist vergleichbar mit der Eltern-Kind Bindung. Ergebnisse einer Studienreihe haben gezeigt, daß Hunde auf die Trennung ihrer Bezugspersonen, wie Kleinkinder reagieren. 

 

Trennung von Sozialpartnern ist ein psycho-sozialer Stressfaktor.

 

Deshalb sollte jeder Hund, egal welchen Alters, das Alleinbleiben gelernt haben. 

Schon beim Einzug in sein neues Zuhause, muss die Fähigkeit zum entspannten Alleinbleiben sanft und in kleinen Schritten aufgebaut werden. 

 

Genauso kann ein Hund, der bisher keinen Trennungsstress gezeigt hat, das Alleinbleiben im Laufe seines Lebens durch diverse Umstände und Veränderungen in seinem Umfeld, auch wieder "verlernen".

Beispielsweise, durch einen Umzug in ein neues Zuhause, soziale Veränderungen, wie z.B. der Auszug von Familienangehörigen / anderen Bezugspersonen, es treten chronische Erkrankungen beim Hund auf oder seine kognitiven und sensorischen Fähigkeiten  nehmen im Alter weiter ab ...

 

Während viele Hunde sich dieser Situation anpassen können und keine Probleme damit haben, für einen bestimmten Zeitraum alleine getrennt vom Sozialpartner zu bleiben und weder auffallend starkes, störendes oder gefährliches Trennungsverhalten zeigen, brauchen andere,

wie vielleicht auch Dein Hund, dabei noch etwas mehr Unterstützung und  Hilfestellung.

 

Du bist nicht allein: Probleme durch Trennungsverhalten sind sehr weit verbreitet.

 

Möchtest Du Deinem Hund beibringen Trennungssituationen, wie sie im normalen Alltag so selbstverständlich wie häufig vorkommen, entspannt alleine zu bewältigen?

 

Abschließend noch ein paar Punkte, die zu berücksichtigen sind, bevor Du Dich für dieses Programm entscheiden solltest: 

 

  • Eine vorherige umfassende tierärtzliche Untersuchung Deines Hundes ist verpflichtend, um mit der Therapie / dem Training starten können.

  • Bitte besorge Dir eine Videokamera, mit der wir das Trennungsverhalten Deines Hundes in der Wohnung beobachten und Trainingsprozesse analysieren können. Sowohl die Kamera, wie auch die aufgenommenen Videos, werden für Dich zu den wichtigsten Trainings-Tools in diesem Programm!

  •  Um demotivierende Trainingsrückschritte zu vermeiden, ist es unerlässlich, daß Dein Hund während der gesamten Trainingszeit kein einziges Mal alleine in der Wohnung bleibt. Bitte mache im Vorfeld schon einmal Freunde, Bekannte, Hundesitter oder eine gut geführte Hundetagesstätte ausfindig, die sich gerne dafür zur Verfügung stellen, um auf Deinen Hund aufzupassen, während Du nicht Zuhause sein kannst.

  • eine Therapiezeit von mindestens 4 Monaten sollte fest eingeplant werden.

 

Anti-Giftködertraining

 

Dein Hund sucht draußen regelmäßig und geradezu exzessiv nach Fressbarem?

 

Hat er schon so oft erfolgreich "Beute" gemacht, daß das Stöbern für Deinen Hund zu einem heiß geliebten Hobby geworden ist?

 

Du kannst gar nicht so schnell schauen, wie er Gefundenes herunterschlingt und Du hast es einfach satt, ständig mit einem mulmigen Gefühl im Bauch und in permanenter Alarmbereitschaft unterwegs zu sein,

aus Sorge, Dein Hund könnte was Gefährliches vom Straßenrand aufnehmen?

 

Dein Hund hat durch das Aufnehmen von Funden häufig Magen-Darm-Beschwerden?

 

Dein Hund hat sich schon einmal schwer vergiftet?

 

Es ist hündisches Normalverhalten nach Nahrung zu suchen, doch gerade in einer urbanen Umgebung kann sich ein Hund damit in Lebensgefahr bringen.

 

Das Stöbern nach Fressbarem kann unterschiedliche Motivationen und Hintergründe haben. Möglicherweise, wenn sich Dein Hund auf den Spaziergängen mit Dir langweilt, vielleicht auch sonst im Alltag sehr auf sich alleine gestellt und / oder unterstimuliert ist:

er fängt an, sich auf diese Weise selbst zu beschäftigen und stellt bald fest, daß er sich damit auch noch ziemlich leicht und schnell selbst belohnen kann - das macht ein tolles Gefühl!

Von dem Zeitpunkt an blendet Dich Dein Hund komplett aus. Denn auf der Jagd nach "Beute" in der Stadt braucht er Dich nicht mehr. Er kommt auch ohne Dich voll auf seine Kosten und eigentlich nervst Du nur, wenn Du irgendwann panisch versuchst, ihm was aus dem Maul zu ziehen...

 

Anders sieht es bei Hunden aus, die zum Beispiel aus dem Ausland kommen: an ihrem Herkunftsort waren sie manchmal jahrelang darauf angewiesen, auf eigene Faust Nahrung zu finden, um überleben zu können. Es ist ein existentielles Verhalten und eine eigenständig ausgeführte Handlung, das auch lange nach Einzug in sein neues Zuhause, stabil bleibt, obwohl er sich gar nicht mehr selbst um sein tägliches Abendessen bemühen muss.  

 

Bei vielen Auslandshunden steckt das Gefühl und die Information von Nahrungsverknappung buchstäblich in den Genen, genauer gesagt, im neuroendokrinen System: die Zellinformationen werden zum Zeitpunkt und Umfeld, in der ein Mangel an Nahrung herrscht, vom Muttertier über ihre Stresshormone in den Blutkreislauf an die Jungen abgegeben. 

 

Nach der Geburt wachsen die Jungen nun tatsächlich unter diesen Bedingungen auf und lernen dieses Verhalten zusätzlich, das durch diese Entwicklung schon zum stabilen Persönlichkeitsmerkmal geworden ist.

 

Diese Beispiele machen deutlich, weshalb ein Anti-Giftköder-Training so enorm anspruchsvoll ist. 

Das Training muss konsequent umgesetzt, auf mehreren Säulen aufgebaut und sinnvoll strukturiert sein, um eine nachhaltige Verhaltensänderung zu erreichen. 

 

Wir arbeiten in den Übungen ausschließlich über die klassische Konditionierung und der positiven Verstärkung.

 

Das Training ist zeit- und arbeitsintensiv, erfordert äußerste Disziplin in den Umsetzungen und verlangt Dir so einiges an Geduld und einen langen Atem ab:

Du hast ein wichtiges Ziel vor Augen, denn schließlich geht um die Sicherheit und das Leben Deines Hundes.

 

  • Wir werden zu Anfang des Trainings der Motivation und Ursachen Deines Hundes für das Suchen und Aufnehmen von Fressbaren auf den Grund gehen.

  • Du erfährst, welche Substanzen und Lebensmittel für Deinen Hund potenziell gefährlich sind, wie Du Vergiftungen erkennst und was in einem Notfall zu tun ist.

 

  • Ich leite Dich dazu an, wie Du präventive Sofortmaßnahmen umsetzen kannst, damit sich das Verhalten nicht weiter selbst verstärken kann. Das heißt, daß weitere Erfolge, die selbstbelohnend für Deinen Hund sind, verhindert werden und Dein Hund sich während der Trainingsphase nicht in Gefahr bringen kann.

 

  • Werden die Präventivmaßnahmen konsequent umgesetzt, können wir mit dem Basistraining beginnen. Zum Basistraining gehört eine gute Leinenführigkeit, der Rückruf (Aufbau mit Signalwort und Pfeife), Entspannungs- und Impulskontrollübungen und die Verbesserung der Aufmerksamkeit und Ansprechbarkeit Deines Hundes unter Ablenkung.

 

  • Im Anschluss an das Basistraining folgt das tiefgreifende Spezialtraining: wir werden Deinem Hund die drei Königsdisziplinen beibringen, damit er Futter oder andere Objekte in Zukunft sowohl links liegen lassen, anzeigen, als auch notfalls wieder aus dem Maul ausgeben kann:

 

  1. Verhaltensabbruch

  2. Anzeigeverhalten

  3. Ausgeben / Abgabe

 

Die Trainingszeit beträgt 6 Monate.